Elitestudiengang Osteuropastudien
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Grenzen im Fluss. Trennendes und Verbindendes entlang von Flüssen in Südosteuropa

Oktober 2016 - Herbst 2017

Der zweisemestrige Projektkurs des dreizehnten Jahrgangs des Elitestudiengangs Osteuropastudien unter der Leitung von Dr. Heiner Grunert und Dr. Florian Kührer-Wielach ging den wandelbaren und persistenten Bedeutungen von Grenzen entlang von Flüssen in Südosteuropa nach.
Auf Basis der vielfältigen Forschung ist ein interdisziplinäres Printmagazin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Publizistik entstanden, das die Erkenntnisse der Osteuropaforschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Titelbild_MagazinFlüsse trennen und verbinden. Sie strukturieren Kulturlandschaften, grenzen Herrschaftsbereiche ab und prägen Raumvorstellungen. Flüsse schreiben sich in politische und mentale Karten ein, fungieren als Verkehrs- und Handelswege. Als vermeintlich neutrale, natürliche Grenzen sind sie namensgebend für Regionen.
Anhand von theoretischen Texten näherte sich die Projektgruppe zuerst der Grenzforschung in unterschiedlichen Disziplinen und beschäftigte sich exemplarisch mit einzelnen Grenzräumen in Vergangenheit und Gegenwart.

Auf einer etwa zehntägigen Exkursion besuchten die Studierenden im Frühjahr 2017 ausgewählte Grenzorte an Save, Drina und Donau und ging vor Ort auf die Suche nach "Grenzen im Fluss".

Am 15. November 2017 wurden die Ergebnisse in der Buchhandlung „LostWeekend“ in München der Öffentlichkeit präsentiert. Entstanden sind 26 spannende Beiträge, die vom „Weg des Friedens“ in Slowenien über den Hafen von Brčko und das Eiserne Tor bis nach Transnistrien führen. Den Abend moderierten die Studierenden Jan Bever und Carolin Center. Begleitet wurde die Präsentation von der Münchner Band „Unterbau“. Die Studierenden Qamlije Lokaj, Sofia Dreisbach und Tilman Schächtele stellten ihre Beiträge dem Publikum näher vor und berichteten eindringlich von ihren Erlebnissen und Eindrücken, die sie während der Recherche in Südosteuropa gehabt und gesammelt haben.

Die Redakteurin Gabriela Herpell (Süddeutsche Zeitung) kommentierte das Heft per Video-Botschaft. Den Abschluss bildete ein Vortrag der Schriftstellerin und Übersetzerin Alida Bremer (Münster/Split) zu den Imaginationen und Wirklichkeiten des Topos Balkan.

Nach dem offiziellen Teil des Abends hatten die BesucherInnen die Möglichkeit, sich an die Studierenden zu wenden und mehr über das Thema „Grenzen im Fluss“ in Südosteuropa, das Magazin sowie seinen Entstehungsprozess zu erfahren.

Das Magazin „Grenzen im Fluss“ ist im Oktober 2017 im Verlag Friedrich Pustet erschienen und kann als Printversion bestellt werden. Zudem ist eine PDF-Version des Magazins (siehe Datei „grenzen_im_fluss_pdf“ unter dem Punkt „Downloads“ unten auf dieser Seite) verfügbar.

Bericht zum Projektkurs "Grenzen im Fluss"

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