Elitestudiengang Osteuropastudien
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LMU München

Studierende der Osteuropastudien an der LMU München wählen einen Studienschwerpunkt und ein oder zwei Ergänzungsfächer (siehe unten). Der Gesamtumfang des modularisierten MA-Studiengangs beträgt 120 ECTS-Punkte, die auf vier Semester (Regelstudienzeit) verteilt sind. Am Ende des Studiums stehen eine Masterarbeit sowie eine mündliche Prüfung. Das Studium wird mit dem akademischen Grad eines Master of Arts (M.A.) abgeschlossen. Danach ist die Promotion möglich.

Aufbau

Das Curriculum ist modularisiert. Dabei bilden mindestens zwei inhaltlich aufeinander bezogene Lehrveranstaltungen ein Modul, das sich über höchstens zwei aufeinander folgende Semester erstreckt. Erforderlich sind im Studienschwerpunkt zwei Module und Wahlveranstaltungen (30 ECTS-Punkte), im Ergänzungsfach zwei Module (20-ECTS-Punkte) sowie ein interdisziplinäres Projektmodul.

Das Studium beinhaltet die Teilnahme an einer internationalen Sommerschule, die vom Studiengang organisiert wird. Der Erwerb und die Vertiefung von Sprachkenntnissen einer oder mehrerer osteuropäischer Sprachen (auch für Muttersprachler:innen einer osteuropäischen Sprache) sowie ein mindestens einmonatiges Berufspraktikum in Osteuropa oder mit Osteuropa-Bezug sind ebenfalls obligatorischer Bestandteil des Studiengangs. Den Abschluss bilden eine Masterarbeit (60-80 Seiten) sowie eine mündliche Prüfung (60 Minuten) im Schwerpunktfach.

Aufteilung der 120 ECTS Credits

  • Schwerpunktfach: 30 (zwei Module plus Wahlkurse)
  • Ergänzungsfach/-fächer: 20 (zwei Module)
  • Projektmodul: 10
  • Sprachkurse: 16
  • Sommerschule: 8
  • Berufspraktikum: 6
  • Masterarbeit: 24
  • Mündliche Prüfung: 6

 Modulkatalog

Zeugnisse / Urkunden

Nach Studienabschluss erhalten Sie eine Masterurkunde, ein Zeugnis (beides auch auf Englisch), ein englischsprachiges Diploma Supplement mit Transcript of Records sowie ein Zertifikat des Elitenetzwerks Bayern.

Studienfächer

Geschichte (Schwerpunkt- und Ergänzungsfach)

Die Lehrveranstaltungen im Fach Geschichte arbeiten die historischen Dimensionen gegenwärtiger Problemlagen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa heraus. Der zeitliche Horizont reicht vom Beginn des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Ein Schwerpunkt liegt auf der Analyse historischer und gegenwärtiger Antagonismen von imperialen und nationalen Ordnungsprinzipien in Osteuropa. Es geht darum, die geschichtliche Entwicklung von imperialen, nationalen, religiösen und regionalen Identitäten mit ihren Gegenwartsbedeutungen verständlich zu machen. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Konfliktforschung sowie auf der historischen Entwicklung der Beziehungen zwischen Ost- und Westeuropa.

Link zur Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas

Politikwissenschaft (Schwerpunkt- und Ergänzungsfach)

Das Fach Politikwissenschaft führt komparativ in die politischen Systeme osteuropäischer Länder ein. Dabei wird Wissen sowohl über die politischen Institutionen als auch über den Willensbildungsprozess durch Parteien und Verbände vermittelt. Die osteuropäischen Politikerfahrungen werden mit denen westlicher Demokratien verglichen und im Hinblick auf die europäische Integration diskutiert.

Link zur Professur Vergleich politischer Systeme: Ostmitteleuropa und Eurasien

Slavistik (Schwerpunkt- und Ergänzungsfach)

Im slavistischen Lehrprogramm nimmt in der Literaturwissenschaft der Begriff der Identität eine wichtige Stellung ein. Das Lehrprogramm der Slavistik thematisiert komparativ verschiedene slavische Literaturen, ihre Kontakte untereinander sowie mit nicht-slavischen Kulturen. Ein weiterer Schwerpunkt des Lehrprogramms liegt auf der Literatursoziologie, namentlich der Rolle der Literatur für die Herausbildung sozialer Identitäten, und der Bedeutung von Literatur in politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.

In der Linguistik stellen neben den klassischen Untersuchungsgegenständen dieser Disziplin (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik) die Themen Textlinguistik, kognitive Linguistik, Soziolinguistik sowie die Psycholinguistik und formale Aspekte der Sprachbeschreibung weitere Schwerpunkte der Lehre dar. Dabei wird nicht nur ein Einblick in die reiche Tradition und aktuelle Vielfalt slavistischer Sprachwissenschaft vermittelt, sondern auch ein Überblick über die grundlegenden und aktuellen Diskussionen der allgemeinen Linguistik gegeben.

Link zum Institut für Slavische Philologie

Türkische und Osmanische Studien (Schwerpunkt- und Ergänzungsfach)

Das Osmanische Reich war eines der drei Imperien, die seit der frühen Neuzeit Osteuropa entscheidend prägten. Es integrierte religiös und ethnisch sehr diverse Bevölkerungsgruppen und bildete mit den aus ihm heraus entstehenden nationalen Nachfolgestaaten eigene Formen der Moderne heraus. In den Türkischen und Osmanischen Studien stehen Kultur- und Gesellschaftsgeschichte seit der frühen Neuzeit bis in die Gegenwart im Vordergrund, wobei ein besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, das Osmanische Reich beziehungsweise die Republik Türkei nicht nur als eine nahöstliches oder islamische Erscheinung zu betrachten, sondern in ihren europäischen Bezügen zu untersuchen. Darüberhinaus setzen sich einzelne Veranstaltungen mit der türkischsprachigen Literatur in ihrem historischen Kontext auseinander.

Link zum Fach Türkische Studien

Albanologie (nur Ergänzungsfach)

Hauptziel des Faches Albanologie ist die Kompetenzvermittlung für den gesamtalbanischen Sprach- und Kulturraum in wechselseitiger Beziehung mit anderen national bezogenen Sprach- und Kulturräumen auf dem West- und Zentralbalkan. Das Fach vermittelt Wissen über die albanische Sprache, Literatur, Volks- und Landeskunde sowie die albanische Geschichte. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die albanische Philologie und die albanischen Sprache samt ihrer Varietäten gelegt. Möglich ist sowohl eine historische Ausrichtung des Studiums im Rahmen der Südosteuropaforschung, der vergleichenden und historischen Sprachwissenschaft und Sprachkontaktforschung als auch eine gegenwärtige Ausrichtung, die den Schwerpunkt auf Spracherwerb, allgemeine Sprachwissenschaft, Typologie, Dialektologie und Soziolinguistik legt.

Link zur Abteilung Albanologie

Europäische Ethnologie (nur Ergänzungsfach)

Angesichts des raschen und tiefgreifenden Transformationsprozesses im östlichen Europa und des dynamisch wachsenden Ost-West-Austausches kommt dem Verständnis des Kultur- und Gesellschaftswandels eine besondere Bedeutung zu. Das Lehrprogramm der Europäischen Ethnologie legt darauf den Schwerpunkt. Neben der Wissensvermittlung über kulturelle und gesellschaftliche Prozesse in Mikro- und Makrokontexten im östlichen Europa geht es in den Lehrveranstaltungen auch um die Vermittlung der spezifischen Methoden der Europäischen Ethnologie.

Link zum Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie

Finnougristik (nur Ergänzungsfach)

Die Finnougristik nähert sich dem Themenkomplex Osteuropa mit einem Fokus auf die Nationalstaaten Ungarn, Estland (und Finnland), deren historische und heutige Bedeutung, sowie verschiedenen Minderheiten in benachbarten Ländern, insbesondere der uralischen Volksgruppen in der Russischen Föderation. Im Zentrum des philologisch ausgerichteten Studiums stehen ausgewählte Aspekte zu Sprach- und Literaturwissenschaft, sowie Fragestellungen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens, Folklore, Ethnologie und Geschichte der finnisch-ugrischen Völker. Für den Fremdsprachenerwerb werden unter anderem regelmäßig Sprachkurse in Ungarisch und Estnisch angeboten, weitere osteuropäische Minderheitensprachen wie z.B. Chantisch, Mansisch, Südestnisch, Marisch in unregelmäßigem Rhythmus.

Link zum Institut für Finnougristik/Uralistik

Jüdische Geschichte und Kultur (nur Ergänzungsfach)

Innerhalb des Elitestudienganges Osteuropa widmet sich das Fach Jüdische Geschichte und Kultur insbesondere der Neueren und Neuesten Geschichte der Juden unter Berücksichtigung ihrer mittelalterlichen Geschichte. Ausgehend von den zentralen jüdischen Lebensräumen Mittel- und Osteuropa werden die Wege einer diasporischen Gemeinschaft beschrieben, die sich durch hohe soziale und geographische Mobilität auszeichnet. Themen wie Jüdische Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung finden dabei besondere Berücksichtigung.

Link zur Abteilung Jüdische Geschichte und Kultur

Neogräzistik (nur Ergänzungsfach)

Die Neogräzistik befasst sich mit den Fundamenten und der historischen Genese von Literatur und Kultur des modernen Griechenlands, Zyperns und der griechischen Diaspora. Auch umfasst sie die früheren griechischsprachigen Gebiete im ehemaligen Osmanischen Reich, in den italienischen Seerepubliken (etwa das venezianische Kreta und Zypern) und in Südosteuropa. Kernbereiche des Fachs in Forschung und Lehre sind die neugriechische Sprache, Literatur, Kunst, Kultur und Geschichte vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei der Epochenschwerpunkt der Neogräzistik an der LMU auf der Zeit nach 1800 liegt. Hervorragende Aspekte in der Geschichte des Fachs sind die Rezeption von Antike und Byzanz, die deutsch-griechischen Beziehungen und der interkulturelle Transfer zwischen dem griechischen Sprach- und Kulturraum und Europa. Neuere Ansätze fokussieren auf der Analyse griechischer und internationaler Kulturphänomene in Film und anderen Medien und den Herausforderungen der digitalen Welt.

Link zum Fach Neogräzistik

Rumänistik (nur Ergänzungsfach)

Eine ausführliche Beschreibung des Ergänzungsfaches wird in Kürze hinzugefügt.

Link zur Rumänischen Sprach- und Literaturwissenschaft