Elitestudiengang Osteuropastudiien
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Fotoausstellung: „Impressionen aus Usbekistan“

24. bis 28. Juni 2013 LMU München / 02. bis 08. Juli 2013 Salon Irkutsk München

Eine Woche lang wachte die überlebensgroße Büste von Thomas Mann in der LMU München über studentische Fotografien von orientalischen Ornamenten, Moscheen und hektischen Gewürzhändlern. Die Fotoausstellung „Impressionen aus Usbekistan“ war vom 24. bis 28. Juni im Uni-Hauptgebäude zu sehen.

Foto_Plakat_Usbekistan_1000px (Foto: Boris Ganichev)

Bereits im Oktober 2012 hatten die Studierenden des ESG Osteuropastudien im Rahmen ihrer Sommerschule Usbekistan bereist. Der Jahrgang beschäftigte sich insbesondere mit der Geschichte und dem Alltag des Islams in Zentralasien. Immer griffbereit bei den Exkursionen zu Islamschulen und muslimischen Pilgerzentren: die Fotokamera. Die Fotos entstanden vorerst nur als persönliche Souvenirs. Doch mit jedem Tag der Reise, mit jedem neuen Abenteuer und jeder Erkundung entbrannte der Wunsch immer mehr, die fotografischen Eindrücke auch mit einem größeren Publikum zu teilen. Mit den Fotos wollten die Studierenden ein wenig Farbe in die ansonsten eher grauen Vorstellungen der Münchner über das zentralasiatische Land bringen.

So entstand die Idee einer Fotoausstellung. Der Anspruch dabei war es nicht, fotografische Kunstwerke zu schaffen, sondern ein wenig von der usbekischen Wirklichkeit zu dokumentieren. Die fotografische Perspektive blieb dabei stets die eines neugierigen Fremden, der nur kleine Ausschnitte aus der usbekischen Lebenswelt einfangen kann, so viel war den studentischen Kuratoren klar. Mit Matthias Golbeck, Patrizia Pawelek, Anja Reiter und Fabian Steiner hatte sich schnell ein engagiertes Organisationsteam zusammengefunden. Ausdrucksstarke Fotos wurden ausgewählt und bearbeitet, Pressetexte geschrieben und mit Druckereien über Formate und Preise verhandelt.

Am 25. Juni 2013 wurde die Fotoausstellung schließlich feierlich in der Thomas-Mann-Halle eröffnet. Studiengang- und Sommerschulleiter Prof. Dr. Martin Schulze Wessel rief in seinen Begrüßungsworten die lange Tradition des Reisens nach Zentralasien in Erinnerung.

Ausstellungseröffnung Usbekistan (Foto: Boris Ganichev)

Bei Speis und Trank schlenderten die zahlreichen Besucher schließlich durch die Ausstellung, vorbei an Fotografien von betenden Muslimen, sowjetischen Repräsentationsbauten und Baumwollfeldern.

Eine Woche lang schmückten die Fotografien aus Usbekistan die Wände der Thomas-Mann-Halle; am 2. Juli 2013 wanderten sie schließlich weiter in den Schwabinger „Salon Irkutsk“. Bei einer weiteren kleinen Eröffnungsfeier war sogar ein Ehrengast aus Usbekistan zugegen: Dilschoda, Au-Pair-Mädchen in Donaueschingen, erzählte bereitwillig und voller Enthusiasmus von ihrer usbekischen Heimat. Der Anspruch, ein wenig usbekische Lebensrealität nach München zu bringen, war somit mehr als erfüllt.

 

Anja Reiter